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„… und das tat ich dann auch.“

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Christine Lendorfer lässt uns in die berührenden Erlebnisse ihrer Reise nach Maher im Februar 2017 eintauchen. Part 3:

Das Ziel meiner Reise nach Maher war, mich nützlich zu machen. Vor allem dachte
ich, ich könnte die Vorbereitungen des 20 jährigen Maher-Jubiläums unterstützen.
Aber es kam anders. Lucy ließ mich einen Tag in Vadhu – zum Ausruhen von der
weiten Reise. Dort leben neun Kindergruppen mit ihren Hausmüttern. Es gibt ein
neues Haus für Buben. Die strenge Geschlechtertrennung ist ein neuer Erlass der
Regierung für Kinderheime. Man kann die Lizenz verlieren, wenn man diese Vorschriften nicht beachtet.

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Ich sah mich mal um und fand die dringende Notwendigkeit von Reparaturen und
Erneuerungen. Immerhin sind die beiden ersten Maher-Häuser 20 Jahre alt. Die
Schilder waren verrostet, die Außenmauer voller tiefer Risse, manche Türen waren
am Zerbröseln, der Zaun voller Löcher, der Spielplatz beinahe lebensgefährlich. Als
Lucy am Abend aus dem Büro zurückkam und ich ihr Erneuerungs-Vorschläge
machte, war sie sehr dankbar und gab mir den Auftrag, mich darum zu kümmern.
Und das tat ich dann auch.

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Anschlagtafeln entwerfen und bestellen, Kostenvoranschläge für den Spielplatz
einholen, Maurer zur Reparatur der Wand kommen lassen und deren Arbeit überwachen, Maler für die Tore und die Wand bestellen, etc. etc. Von all diesen Dingen verstand ich vorher nichts, aber gelernt habe ich, dass die Handwerker dann, wenn man sie genau kontrolliert, sehr gute Arbeit leisten. Man muss eben dabei sein. Sonst ist der Pfusch unfassbar. Wie Sr. Lucy so viele Häuser für Kinder, Frauen und arme Männer so schön erbauen lassen konnte, ist mir ein Rätsel.

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