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vom Straßenkind zum Musterstudent

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Christine Lendorfer lässt uns in die berührenden Erlebnisse ihrer Reise nach Maher im Februar 2017 eintauchen. Part 4:

Den Kindern schlug ich vor, ihren Traumspielplatz zu entwerfen. Sie mussten überlegen, was man in dem alten Spielplatz reparieren könne und was man erneuern müsse. Nach einer Woche präsentierten sie 18 Vorschläge, 2 von jedem Haus – wunderschöne Zeichn1-4ungen und sehr gute Ideen. Einige davon werden wir verwirklichen können. Wir machten eine Ausstellung ihrer Bilder, auf die sie sehr stolz waren. Ihnen, diesen Kindern mit ganz furchtbaren Erlebnissen und tragischen Geschichten, wird in Maher nicht nur bedingungslose Liebe entgegengebracht, sondern auch immer wieder die Gelegenheit geboten, ihr Selbstvertrauen aufzubauen, vor Publikum etwas zu präsentieren – wie in dem Fall den Entwurf des Spielplatzes, aber auch die Möglichkeit, tanzen, trommeln oder Taekwondo zu lernen. Auf gesunde Ernährung wird ebenso Wert gelegt wie auf schulischen Erfolg. Einige Kinder, die in Maher aufgewachsen sind, besuchen Universitäten. Ich selber war in die University of Pune eingeladen und der Direktor sagte mir, dass ihr großer Stolz ein paar Maher Kinder seien, die die besten Studenten ihres Jahrganges waren. Das sind Jugendliche, die ohne Maher vielleicht Analphabeten geblieben wären, die auf der Straße lebten, ohne Eltern, ohne Familie, ganz sich selbst überlassen.20maherdaycam1-221-of-85

 

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