RSS-Feed

Bitte um Unterstützung in der Pandemie

Veröffentlicht am

Liebe Freundinnen und Freunde von Maher,

Aktuell sind unsere Medien voll von Katastrophen-Meldungen aus Indien. Die medizinische Versorgung ist in manchen Teilen des Landes zusammengebrochen. Menschen sterben, weil es zu wenig Beatmungsgeräte gibt, weil es keinen Platz mehr in den Spitälern gibt und viel zu wenig Impfstoff.

Ihr werdet Euch fragen, wie es Sr. Lucy und allen Menschen in Maher geht.

Letzte Woche haben wir mit Sr. Lucy über Zoom ausführlich sprechen können. Sie wirkte erschöpft.  Bisher gab es zum Glück nur vier Infektionen – zwei Erwachsene und zwei Kinder, die nur leicht erkrankt waren, aber sofort in Quarantäne gekommen sind.

Die Ansteckungsgefahr ist grundsätzlich riesig, weil ja in jedem Heim alle in einem großen Raum leben und schlafen.  Aber es werden extreme Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Es dürfen keine Gäste kommen und wenn neue hilfesuchende Frauen oder Kinder kommen – und das ist gerade jetzt der Fall – müssen sie erst zwei Wochen in Quarantäne und dürfen erst nach einem negativen Test zu den anderen.

Sr. Lucy ist geimpft, weil sie über 65 Jahre alt ist, aber sonst noch kaum jemand.

Diejenigen, die keine ID-Karte haben – und das sind eben viele, die von den Maher – Mitarbeiter*innen auf der Straße aufgelesen werden – haben gar keinen Anspruch auf eine Impfung. Daher überlegt Sr. Lucy, private Impfmöglichkeiten für diese ärmsten Menschen in Anspruch zu nehmen, aber die kosten 500 Rupees (5,64 Euro) pro Person und das Geld hat sie nicht.

Derzeit leben in den verschiedenen Maher-Häusern 920 Kinder, 600 Frauen und 120 Männer. Wenn man das Personal von ca. 400 dazu rechnet, müssen täglich fast 2000 Menschen ernährt (und hoffentlich bald geimpft) werden. Es ist ein Wunder, wie das überhaupt gehen kann, denn Maher lebt nur von Spenden.

Die Schulkinder werden aktuell wie bei uns in Home-Schooling unterrichtet. Durch lokale Sponsoren hat Maher einige Laptops und Smartphones bekommen, und dadurch können die Kinder am Unterricht teilnehmen. Sr. Lucy erzählte auch, dass die älteren Kinder den jüngeren bei ihren Aufgaben helfen.  Dennoch ist diese ständige Isolierung – besonders für die Kinder – auf Dauer schwer zu ertragen.

Sr. Lucy und ihr Team kümmern sich auch um die Menschen in den umliegenden Slums. Die Frauen in Maher nähen Schutz-Masken und die Sozialarbeiter*innen verteilen Lebensmittel  und Hygieneartikel– sogenannte „Survival-Kits“. 

Es ist wirklich eine große Not und vor allem eine große Sorge, wie es aktuell weitergeht und wie besonders alle in Maher weiterhin geschützt werden können.  

Das macht uns sehr betroffen und deshalb bitten wir Euch ganz herzlich, Maher und Sr Lucy in ihrem wertvollen Dienst an jenen, die es wirklich brauchen, zu unterstützen.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Marlies, Vicki und Christine

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: